Back in Black – Kurzreviews zu Kino und DTV Neuheiten

“Die Tage der Muse sind vorbei. Zeit ins Leben zurückkehren.” – Hannibal Lecter

Nach etwas längerer Abwesenheit, meld ich mich mit einem RUNDOWN über die neusten und nicht ganz so neusten Filme zurück. Das Ganze ist nur als kleiner Einblick gedacht, also erwartet hier keine analytischen Meisterleistungen.  In letzter Zeit gab es viel Müll, aber auch die ein oder andere Perle. Daher ein kurzer Überblick über das was gerade läuft, noch kommt und schon vorbei ist. Viel Spass.

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Inside:

Inside ist sowohl für Spannungsliebhaber als auch Gore-Hounds die perfekte Mischung von Film. Was die Franzosen hier auf den Zuschauer einprasseln lassen, hat man in letzter Zeit so nicht auf dem Bildschirm gesehen. Das man zwischendrin auch noch eine der genialsten Ideen zu Stande gebracht um Spannung aufzubauen, wie ich finde, gibt dem ganzen dann noch den Zuckgerguß. Definitv nichts für Zartbesaitete, aber allen anderen ist das Ding höchst empfohlen.

Bank Job:

War überraschend gut. Persönlich seh ich Statham sowieso gerne und der Plot (wenn auch teilweise zu übertrieben in der “Wer verarscht hier wen?”-Abteilung) war auch ganz interessant. Allerdings hätte man mit einer Brise mehr Action, noch was rausholen können. Wer auf Filme ala Oceans Eleven steht, sollte zugreifen.

Day of the Dead 2008:

Ein weiteres Remake der Romero-Saga tritt in den Videotheken unseres Landes ein. Und mal von dem relativ guten Dawn of the Dead-Remake abgesehen, ist das hier genauso große Grütze wie alle anderen Nachahmungen des Großmeisters. Bitte im Regal liegen lassen.

Frontieres:

Neben Inside der nächste Horror-Schocker aus Frankreich und endgültiger Beweis das Frankreich momentan die einzig guten und vor allem knüppelharten Horror-Streifen produzieren kann. Setzte man mit Inside mehr auf die Spannungsschiene schlägt Frontieres in eine andere Kerbe. Hier wird purer Terror-Horror abgefackelt und mit Gore nur so herumgematscht, das es eine wahre Freude ist. Dabei wird die Sache bitter ernst gehalten und nicht mit dümmlichen Comedy-Einlagen vermasselt. Der härteste Film des Jahres (Unbedingt in der Uncut-Fassung sehen) und daher nur was für Genre-Fans. Noch nen Extra-Sternchen an die Macher für die Idee Inzest-Nazis als Bösewichte einzusetzen.

The Happening:

Wenn du Pflanzen als Bösewichte hast, kannst du nur verlieren. Wie Shyamalan hier versucht die Pflanzen so zu filmen das sie bedrohlich wirken, ist schon so schlecht das der Film eher als Comedy funktioniert, denn als bierernster Horror-Film. Shyamalan scheint wirklich nur ein One-Trick-Pony gewesen zu sein. The Sixth Sense und dann gings bergab. Ausserdem würd ich gern mal wissen was er mit Mark Wahlberg gemacht hat um dem eigentlich routinierten Mimen eine derart schlechte Leistung abzuverlangen. Morgens direkt Baldrian intravenös? Wahrscheinlich. Denn der liest hier seine Zeilen wie von einer Tafel ab. Den Höhepunkt bildet eine Szene in der sich bei einer Plastik-Pflanze für die Umweltverschmutzung entschuldigt. Aua. Einen großen Bogen um diesen Film machen. Wie man Shyamalan nach der Grütze noch 100 Millionen geben kann um AVATAR zu verfilmen bleibt mir ein Rätsel.

REC:

Blairwitch Projekt 2008. Da sieht man mal wieder was mit kleinen Mitteln und Talent alles machen kann. Für die Produktionkosten war das Ding sehr cool gemacht. Kein Wunder das die AMIS das direkt remaken wollen. Kleiner feiner ZOmbie-Horror für Genre_Fans die nicht zu hohe Erwartungen haben.

Kung Fu Panda:

Leider wieder durch die deutsche Synchro versaut. Aber im O-Ton sehr sehr cool.Endlich nochmal nen lustiger Animations-Streifen der einem nicht nach 10 Minuten auf die Eier geht und seine Message auf lustige Art und Weise rüberbringt. Einzigst schlechte. Er war zu kurz. Must-See für Animations-Fans.

Doomsday:

Keine großen Worte über Doomsday. Action, Gore, heiße Weiber. Abgedrehter Endzeit-Actioner der so ziemlich jeden Genre-König zitiert und alles zu nem großen bunten Cocktail mixt. Definitiver Party-Film.

All the Boys Love Mandy:

Fängt gut an. Lässt stark nach und holt gegen Ende wieder auf. Zweischneidiges Schwert der Film. Die ganze Einführung ist eigentlich ganz genial gefilmt, wie technisch gesehen eigentlich auch der ganze Film. Im Mittelteil macht sich dann aber für ne ganze Strecke gähnende Leere breit und es werden eigentlich auch nur 08/15 Slasher Klischees bedient. Aber wegen der schönen Aufmache und ganz gut agierenden Darsteller würd ich doch mal sagen, das er eigentlich Spass gemacht hat. Und das Endzitat is ja wohl sau cool. “First I’m gonna finish High School!”

Der unglaubliche Hulk:

Juhu. Vergessen ist das Pseudo-Drama und die pinke Hose von Ang Lee. Marvel setzt den Siegeszug ihres neuen Studios mit Hulk fort. Wenn man sich erstmal an Norton als Banner gewöhnt hat, ist der Film genau wie auch Iron Man eine Freude. Ich hab zwar nie die Comics gelesen aber die TV-Serien gesehen und ich finde man hat sich aus den verschiedenen Universen das beste rausgeholt. Die Actionszenen sind spitze. Der CGI-Hulk sieht cool aus und mit Tim Roth in bekloppter Russe-Modus hat man nen coolen Villain gefunden. Ähnlich wie in Iron Man hat man auch hier geschafft ne gute Linie zwischn Witz (die Hosen Szene) und einer Portion Drama zu finden. Der Auftritt von Robert Downey alias Tony Stark nach dem Abspann lässt ja mal hoffen das Marvel nach Thor und Captain America wirklich den Avengers Film durchzieht. “We’re putting a team together.” Wohoooo.

Hancock:

Anfang top. Mitte meh. Ende flop. Selten so ne verschenkte Idee gesehen. Wieso man aus der coolen Prämisse nen total abgefuckten Superhelden zu haben, dann mittendrin so eine Kehrtwende macht und diesen Unsinn von Göttern und verbotener Liebe dareinbringt weiss wohl nur der Drehbuchschreiber. Und hier sieht man auch mal wieder das ein Film komplett ohne Gegenspieler, nicht zünden kann. Wenn da noch ein zweiter kommen sollte, das Ding einfach wie Superman aufziehen und Superman durch Hancock ersetzen. Das wäre ne Gaudi. Aber so lieber auf den Verleih warten, als das hart verdiente Geld im Kino zu verpulvern.

Prom Night:

Da kann man nur sagen: “Meh”. Auf keinen Fall schlecht aber genauso wenig gut. Technisch ist das Ganze ja top gemacht und auch schauspielerisch gibts keine Ausfälle. Die Story ist allerdings 08/15-Ware und nur einen Killer zu haben der nach 2 Minuten vorgestellt wird und dessen Motive von Anfang klar sind ist leider nur langweilig. Darüberhinaus für nen Remake von Prom Night viel zu wenig Gore und uninspirierte Kills. Ich mein wie oft kann man noch jemanden mit dem gleichen (!!!) Messer umbringen. Nach dem zweiten Mal wars langweilig. Guckbar. Muss man aber nicht. Und auf keinen Fall im Kino.

Ruinen:

Oh ja. The Ruins. Bin ich mir auch nicht ganz so sicher ob ich den jetzt gut fand oder nicht. Einige Sachen waren auf jedenfall nette Ideen. Die Eingeschlossenheit auf der Pyramide. Der Gore und die für so nen Film guten Schauspieler. Aber andere Sachen (singende Pflanzen, Dummheit der Personen —> Wenn ich eingeschlossen auf ner Pyramide sitze und von bekloppten Einheimischen und mutierten Killerpflanzen bedroht werde, lass ich mir auch immer als erstes einen runterholen ;-) ) Kann man sich mal Abends geben den Film, aber muss man eigentlich auch nicht. Vor allem als Deutscher sollte man sich schon angepisst fühlen. Den guten Jungen erstmal HEINRICH (ja wir haben alle so Namen) zu nennen und dann auch noch zu Foltern (Amputieren wir ihm die Beine mit der Nagelpfeile (eklige Szene)) könnte man schon fast als Beleidigung auffassen. Lieber auf die DVD warten.

Sex and the City:

Auch wenn ich mir hierfür wahrscheinlich böse Kommentare der weiblichen Leserschaft einfange, aber Sex and the City – Der Film macht genau da weiter wo die Serie aufgehört hat. Langweilig, unkomisch, schlecht gespielt und einfach nur blöde. War es vor 6 Jahren noch cool und frisch, ist es heute nur noch dämlich die sichtlich gealterten Damen durch Pseudo-Teen-LoveStorys zu treten und dreckige Witze erzählen zu lassen. Ne ne ne. Einmotten und vergessen.

Speed Racer:

Schalgt mich aber der war geil. Total bunt. Total übertrieben und nen fettes Kind mit nem Affen als Freund. Herrlich blöde  und schön absurd. Ausserdem ist es immer wieder cool John “walter” Goodman auf dem Schirm zu sehen. Super gemacht Wakowskis.

Rache-Vergeltung hat ihren Preis:

Mal wieder einer der großen Hollywood Filme von Til “Ich bin der tollste” Schweiger der sich dann doch nur als lachhafte DTV-Produktion entpuppt die man genauso gut hier hätte drehen können und im Sonntag-Abend Programm von SAT1 als den MEGASUPERDOLLEN Blockbuster hätte vertickern können. Son richtiger 08/15 Thriller. Hab auch noch den Fehler begangen das Ding im O-Ton zu gucken. Schweiger spricht echt beschissenen English dafür das er schon so lange da unten wohnt. Kein Wunder wieso Maestro Boll den für FarCry geholt hat. Der wollte endlich mal jemanden der beschissener English spricht als er.

Apropo Boll: Der ist zwar immer noch nen beschissener Regisseur und Drehbuchschreiber (Wenn der gute Mann 3 Jahre an Seed entwickelt hat und dann so ne Nullnummer bei raus kommt hat er einfach kein Talent) hat sich aber mittlerweile in meine coole Leute Liste gespielt. Einfach mal alle Videos vom viralen Marketing zu Postal und allem anderen reinziehen: http://www.movieset.com/postal
Einfach nur geil und sau witzig. Go Uwe. ;-)

Nie wieder Sex mit der Ex:

Versteht mich hier nicht falsch. Ist kein schlechter Film. Ist sogar streckenweise mega lustig und alles wo Kristen Bell (Will keiner mal ne 4te Staffel Veronica Mars finanzieren) mitspielt is sowie geguckt, aber langsam aber sicher riecht man jeden Film wo Apatow seine Finger mit drin hat 10 Meilen gegen den Wind. Der knallt ja auch die Kinos zu. Das funktioniert zwar alles, aber läuft langsam Gefahr langweilig zu werden. Pineapple Express wenn er dann endlich mal kommt wird hoffentlich ne Ausnahme werden. Und Seth Rogen wird ja mittlerweile eh in jedem Film der Comedy Elemente hat gecastet. Zack & Miri Make a Porno, der nächste Apatow im Einkaufszentrum und der übernächste Apatow The Green Hornet (japp auch mit Seth Rogen in der Hauptrolle). Der muss auch aufpassen das er den Leuten nich irgendwann auffen Sack geht. Kann man aber gucken.

Southland Tales:

Hab ich zwar nich verstanden aber war irgendwie gut. :D Aber mal im Ernst. Richard Kelly hat den Karren ja voll an die Wand gefahren und trotzdem noch geschafft das Ganze irgendwie gut rüberzubringen. Extrem verwirrende Story, völlig verrückt agierende Schauspieler, Musical Nummern, Justin Timberlake der mit nem riesen Sniper-Gewehr Leute tötet, synthetische Drogen, Regierungsverschwörungen und weiss der Teufel was nich noch alles. Als nächstes Projekt lieber was kleines feines aussuchen und zeigen das Darko nicht sein The Sixth Sense war.

WAZ:

Man nehme Sieben, kloppe noch ne Portion SAW mit dabei und schon hat man WAZ. Funktioniert zu Beginn. Wird dann aber schnell langweilig. Nicht mal Schauspielgott Stellan Saskard kann die Nummer hier noch retten. Kann man sich antun wenn nix andres läuft.

P2:

Last but not least, kommt der von Alexandre Aja (THHE) produzierte Psychoschocker P2. Wer eher auf nervenzerfetzende Spannung als auf puren Splatter-Horror abfährt, hat mit P2 den richtigen Film entdeckt. Von tollen Schauspielern getragen, wird eine unglaublich dichte Atmosphäre geschaffen, die den Zuschauer beim nächsten Besuch in der City-Galerie 2mal drüber nachdenken lässt ob er denn nun ins Parkhaus fahren sollte. Must-See.

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Das wars erstmal für diese Woche. Ich hoffe das ab jetzt wieder regelmässig Updates folgen, also guckt täglich rein bei grenzenlossiegen.wordpress.com.

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